Mdina und Rabat

Hintergründe zu beiden Städten

Diese 2 Städte werden häufig in einem Atemzug genannt, was auch daran liegt, dass das viel größere Rabat immernoch ein Stadtteil von Mdina ist.

Mdina

Obwohl Mdina heute nur von weniger als 1000 Einwohnern bewohnt wird, blickt die Stadt auf eine lange Geschichte zurück. Neben den Phöniziern prägten auch die Römer die Stadt, sie war damals Sitz des römischen Gouverneurs.

Die Lage der Stadt begründet sich auf der strategisch günstigen Anhöhe, welche auch in Verbindung mit den mittelalterlichen Stadtmauern damals gut zu verteidigen war. Da jedoch die Lage für einen Flottenstützpunkt in Mdina nicht optimal war, verlagerte sich mit der Zeit das Leben nach Valletta. 1571 verlor Mdina dann den Hauptstadtstatus an Valletta.

Heute wird Mdina auch als stille Stadt bezeichnet, zum einen aufgrund der niedrigen Einwohnerzahl, zum anderen aufgrund der engen Gassen und des daraus resultierenden geringen Autoverkehrs.

Die engen Gassen bieten zudem den Vorteil, dass durch den durch sie gespendeten Schatten die Temperaturen erträglicher werden. Jedoch wird die Stille durch die vielen sich dort umschauenden Touristen gestört. Will man diese also erfahren, sollte man sich zur Mittagszeit dorthin begeben, wenn die restlichen Touristen nach Rabat weitergezogen sind oder sich beim Mittagessen befinden.

In Mdina befindet sich zusätzlich mit der 1697 fertiggestellten Cathedral of St. Peter and St. Paul die älteste Kathedrale der Insel, deren Vorplatz der einzige größere freie Platz Mdinas ist. Sehenswert ist auch das Foltermuseum, welches sich neben dem Stadttor befindet.

Rabat

Obwohl mit ca. 12.000 Einwohnern deutlich größer als Mdina, ist Rabat immer noch ein Vorort von der ehemaligen Inselhauptstadt.

Rabat war über viele Jahrhunderte Heimatort verschiedener religiöser Orden, weiterhin soll in der St. Paul’s Grotte der Apostel Paulus gepredigt haben. Eine weitere Sehenswürdigkeit sind die Katakomben, in denen die Bewohner Mdinas früher ihre Verstorbenen bestatteten, da dies innerhalb der Stadtmauern nicht erlaubt war.

Zudem waren in Rabat viele archäologische Artefakte und Hinterlassenschaften wie alte Mosaikböden auffindbar, welche heute beispielsweise im Museum Roman Villa besichtigt werden können. Dieses wurde während meines Besuches im Oktober 2004 aber gerade renoviert und war deshalb geschlossen.

Zum Weiterlesen:
Sehenswürdigkeiten auf Gozo, Maltas Nachbarinsel

© Michael Siering 2004, alle Rechte vorbehalten. Alle Angaben ohne Gewähr.


Fotogalerie:

Stadttor Mdina
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